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Sonderausstellung "100 Jahre Strecke Romanshorn-Uznach" (2010)

100 Jahre Strecke Romanshorn-Uznach

Zum Jubiläum der Bahnstrecke findet vom 10. November bis 26. Dezember 2010 eine Sonderausstellung statt.

Vor 100 Jahren, am 1. Oktober 1910, wurde eine der kunstbautenreichsten Bahnstrecken in Europa eröffnet, die Linie Romanshorn–St.Gallen–Herisau– Wattwil–Uznach. Nur 17 Tage vorher waren die letzten Gleisbauarbeiten vollendet worden. Die Eisenbahnverbindung durch die Voralpenhügel zwischen Bodensee und Zürichsee wurde als erste in der Schweiz mit grossen Kurvenradien und geringen Steigungen (20 Promille) trassiert, was verhältnismässig hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten ermöglichte, aber eine grosse Zahl von Kunstbauten erforderte. 85 Brücken mit einer Gesamtlänge von 3,2 km und 18 Tunnels mit insgesamt 15,5 km Länge wurden in weniger als fünf Jahren erstellt. Schweizer Rekord hält mit 99 m Höhe der Sitterviadukt zwischen St.Gallen und Herisau.

Die neue Bahnlinie verband nicht nur den Bodensee und den Zürichsee, sondern mit St.Gallen, Herisau und Wattwil endlich auch die wichtigsten Industrie- und Handelsorte der Ostschweiz. Schwierigkeiten ergaben sich bei der Suche nach dem Standort für den neuen Bahnhof in Herisau. Die seit 1875 bestehende Appenzeller Bahn fürchtete die Konkurrenz. Sie befasste sich zudem seit Ende der 1890er Jahre selbst mit einem Ausbau ihres Bahnhofs in Herisau und einer Streckenverlängerung nach St.Gallen. Mit dem Einsatz von Rollschemeln bemühte sie sich, den wichtigen Gütertransport zu verbessern. Der neue Herisauer Bahnhof wurde schliesslich als Gemeinschaftsbahnhof vollständig neu angelegt und auf das Trasse der BT ausgerichtet.

Die Ausstellung im Museum Herisau präsentiert einen Überblick über die Entwicklung der Bahnstrecke Romanshorn–St.Gallen–Herisau–Wattwil– Uznach während der ersten 100 Jahre ihres Bestehens. Mit einer grösseren Anzahl von historischen Fotos aus der Bauzeit 1907 bis 1910 dokumentiert sie zudem den Streckenbau auf dem Gebiet der Gemeinde Herisau.

 

Brücke beim Wasserkraftwerk Rüesch

BT-Überführung beim Wasserkraftwerk Rüesch in Herisau

 

Cilander-Brücke

Zweitlängste Brücke der BT ist mit 296 Metern der Glatttalviadukt in Herisau. Er überquert die Anlagen der Firma Cilander, weshalb er im Volksmund heute noch Cilanderbrücke heisst. Gut zu erkennen ist die zweistöckige hölzerne Hilfsbrücke.

 

LinkBericht Appenzellerzeitung über Vernissage

 

 

 

 

 

 

 

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