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Sonderausstellung 2014 "Veredelte Stoffe – 200 Jahre AG Cilander, Herisau“

Vom 24. September bis zum 28. Dezember 2014 zeigte das Museum eine Sonderausstellung zum Jubiläum des Herisauer Textilveredlers Cilander AG.

Textilien schützen, schmeicheln der Haut, sind robust, funktionell und haben viele weitere gute Eigenschaften. Damit diese zum Tragen kommen, müssen Textilien veredelt werden. Die Ausstellung rückt diese kaum bekannten, aber entscheidenden Schritte bei der Herstellung von Textilien ins Zentrum. Verschiedene Muster zum Anfassen machen den Unterschied zwischen rohen und veredelten Textilien – das Vorher und das Nachher – greifbar und sichtbar. Ausgangspunkt ist das 200-jährige Bestehen der AG Cilander in Herisau. 

Bei der Textilveredlung geht es um die Umwandlung eines rohen textilen Produktes (Garn, Gewirk oder Gewebe) in ein für die Weiterverarbeitung geeignetes und tragfähiges, eben veredeltes Zwischenprodukt. Durch Bleichen, Färben, Appretieren oder Imprägnieren entstehen Garne und Stoffe mit hoher Funktionalität. Was einst aus dem Walken, der einfachen Rasenbleiche und dem Mangen bestand, entwickelte sich zu einer Kombination von vielfältigen Prozessen, um den Textilien die gewünschten Endqualitäten für ihre spezifischen Einsatzgebiete zu geben. Bügelfreie Hemdenstoffe gehören ebenso dazu wie flammhemmende Sitzbezüge oder Schleifmittelträger. In der Ausstellung erlauben es viele Stoffmuster, die Unterschiede zwischen rohen und veredelten Textilien zu betrachten und zu ertasten. Die durch das Veredeln erzielten Veränderungen werden sicht- und greifbar, nicht nur bei Kleidungsstoffen, sondern auch bei technischen Textilien.

Textilveredelung bei der Cilander

 

200 Jahre Cilander

Die AG Cilander entstand aus der 1814 am Glattbach in Herisau gegründeten Appretur Meyer & Tribelhorn. Sie entwickelte sich zu einem der führenden Unternehmen der schweizerischen Textilveredlungsindustrie. Gegenwärtig veredelt die Firma jährlich rund 17 Mio. Meter Stoff. 22 Liter Wasser je Meter werden dafür benötigt. Die Cilander war aber bei weitem nicht die einzige Firma dieser Branche in Herisau. Der wichtigste Appenzeller Industrieort entwickelte sich im 19. und frühen 20. Jahrhundert zum Zentrum der Textilveredlungsindustrie in der Schweiz. Ein Überblick dazu findet sich ebenfalls in der Ausstellung. Zudem besteht die Möglichkeit, das älteste Herisauer Appreturgebäude, das Schwarze Haus, zu besichtigen.

LinkFlyer (PDF)
LinkBericht über die Vernissage

 

Veranstaltungen zur Sonderausstellung

Öffentliche Vernissage zur Ausstellung
Dienstag 23. September, 18:30, Museum

Besichtigung Industriedenkmal Schwarzes Haus
Samstag, 1. November, 09:30–11:00
Treffpunkt: Schwarzes Haus, Cilanderstrasse 5, Herisau  

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung
Sonntag 19. Oktober, 10:30, Museum
Sonntag 16. November, 10.30, Museum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wil

 

 

 

 

 

 

 

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